Wärmeplanung kommt auch in Puschendorf
PUSCHENDORF – Die kommunale Wärmeplanung, die auch kleinere Gemeinden per Wärmeplanungsgesetz (WPG) bis spätestens Mitte 2028 dazu verpflichtet, einen Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung vor Ort zu erstellen, wird kommen. Das hat Bürgermeisterin Erika Hütten in der Bürgerversammlung zugesichert.
Wegen der durch die Bundesregierung frühzeitig gestoppte finanzielle Förderung dieser Pflichtaufgabe sind bislang kaum Wege dahin beschritten worden, bekannte Hütten vor den Bürgern. Das Verfahren sei ohne kostenintensive Beratung durch Experten eben schwer zu schultern.
Durch den erst im November erfolgten krankheitsbedingten Rücktritt der Klimaschutzbeauftragten Janina Differenz aus dem Gemeinderat, stockt auch hier die Arbeit. Das CSU-Fraktionsmitglied Differenz habe in Puschendorf im Mai letzten Jahres eine erste Informationsveranstaltung für den Klimaschutz initiiert und bereits ein kleines Klimaschutzgremium von Experten auf diesem Gebiet zusammengestellt. Auf Nachfrage durch die Redaktion kam aus dem Gremium die Auskunft, dass man nach dieser Veranstaltung noch nicht getagt habe.
Zur Erinnerung: Im Januar 2023, beim ersten Bericht der Klimaschutzbeauftragten vor dem Gemeinderat, hatte es von allen Fraktionen Kritik an der dargestellten Arbeit gegeben. Es müsse einfach mehr passieren, hatte es vor allem von Seiten der SPD und der Grünen geheißen. Sogar die Bürgermeisterin hatte damals Differenz aufgefordert, aktiv zu werden, denn sie habe „größtmögliche Freiheit“ in ihrem Tun.
Als großes Hindernis für eine effektive Wärmeplanung führte die Bürgermeisterin jetzt ins Feld, dass Puschendorf aufgrund eines nie erfolgten Anschlusses an eine Erdgasleitung über keinerlei Leitungsnetz verfüge, mit dem die einzelnen Haushalte im Ort verbunden sind oder dezentral versorgt werden könnten.
In der Februarsitzung kommenden Jahres wird der Gemeinderat aber wohl eine neue verantwortliche Person für diese wichtige Aufgabe zum örtlichen Klimaschutz auf dem Weg zu einer klimaneutralen Kommune bestimmen, versicherte Hütten.
Bild zur Meldung: Puschendorf wird seine Pflicht zur Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung erfüllen, versprach Bürgermeisterin Erika Hütten auf der Bürgerversammlung.