Jakob-Ralf
 

& Dorfschreiber

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Endgültiger Abschied vom Schwimmbad

10. 01. 2022

REAKTIVIERUNG - Puschendorfs Gemeinderat sieht für die Enrichtung der Diakonie-Gemeinschaft keine Perspektive

Eine Reaktivierung des Schwimmbads im Erdgeschoss des Schwesterhauses der Diakonie-Gemeinschaft, wie es von vielen Bürgern gewünscht und beim Kommunalwahlkampf 2020 Eingang gefunden hatte in so manches Wahlprogramm, wird es nicht geben. Das hat der Gemeinderat einstimmig nach Vorlage des Berichts über die Empfehlung der Steuerungsgruppe durch Bürgermeisterin Erika Hütten entschieden.

In zwei Sitzungen hatte die vom Gemeinderat und Vertretern der Diakonie-Gemeinschaft gebildete „Steuerungsgruppe Schwimmbad“ die Möglichkeiten einer Wiederaufnahme des Badbetriebs erörtert. Das kleine Hallenbad war vor mehr als sechs Jahren nach mehreren Jahrzehnten Betriebsamkeit geschlossen worden.

Ein Umbau des bestehenden Bades würde nach Berechnungen von Experten ein Investitionsvolumen von 1,7 Millionen Euro, ein Neubau sogar Kosten von 3,5 Millionen Euro verursachen. Wegen der dringend gebotenen hohen Investitionskosten für den Brandschutz im direkt über dem Bad befindlichen Schwesterhaus sieht auch die Diakonie-Gemeinschaft keine Möglichkeit, selbst tätig zu werden.

Da außerdem auch die Eigentumsverhältnisse nicht ganz einfach sind und zudem jährliche Betriebs- und Unterhaltskosten (vor der Schließung des Bades immerhin 100 000 Euro pro Jahr) zusätzlich anfallen würden, hat die Steuerungsgruppe einstimmig entschieden, eine Sanierung des Hallenbads nicht weiterzuverfolgen und „von dem Projekt endgültig Abstand zu nehmen“. Diesem Votum schlossen sich die Gemeinderäte „mit großem Bedauern“ an und lösten die Steuerungsgruppe nach einem Jahr wieder auf.

 

Bild zur Meldung: Das Becken bleobt leer, die Pläne zur Reaktivierung des kleinen Hallenbads unter dem Schwesternhaus der Puschendorfer Diakonie-Gemeinschaft werden nicht weiter verfolgt.