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Haushalt 2025: Warum in Puschendorf in diesem Jahr alle noch einmal durchatmen können

10.​04.​2025

Pro-Kopf-Verschuldung erreicht in Puschendorf einen historischen Höchststand

 

Auch der stete Anstieg beim Personal bereite den Freien Wählern etwas Sorgen. Denn „wir müssen das Personal jedes Jahr bezahlen!“ Die in den vergangenen Jahren ausgegliederte EDV komme streng genommen noch „obendrauf dazu“, rechnete Buck vor. Auch die hohe Pro-Kopf-Verschuldung von 1063 Euro bis zum Jahresende sei dann auf einem historischen Höchststand und werde in den kommenden Jahren durch die dringend notwendigen Investitionen in Kanal- und Wassernetz noch anwachsen.

 

Diese Investitionen sind für die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen absolut „unumgänglich“ und auch „ein Gebot des Umweltschutzes“. Erste Planungskosten für ein zukünftig gebotenes Wärmenetz wurden auf Betreiben ihrer Fraktion erstmals in den Haushalt eingestellt, sagte Anna-Lena Tsutsui. Denn „Natur und Klima sind uns sehr wichtig.“

 

Auch die Sozialdemokraten verwiesen auf die „Machbarkeitsstudie zum Nahwärmenetz“ im Haushaltsentwurf und freuten sich, dass die der Gemeinde zugesprochene Erbschaft von fast einer Million Euro „finanziellen Spielraum“ schaffe. „Wir stehen solide da, deswegen blicken wir optimistisch in die Zukunft“, sagte SPD-Fraktionssprecher Klaus Fleischmann.

 

Tobias Eichner (CSU) führte den Verlust von 250.000 Euro beim Betrieb der Eichwaldhalle an, den man dringend „angehen und reduzieren muss“. Der Haushalt ist solide aufgestellt. Aber „uns bleibt wenig Spielraum“, sagte er.

 

Der Haushalt 2025 weist mit einem Gesamtvolumen von rund 8,7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr eine Reduzierung von etwa 300.000 Euro auf. In dem gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent niedrigeren Volumen entfallen rund 5,76 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt (Summe aller laufenden Ausgaben und Einnahmen) und rund 2,93 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt (Topf für Investitionen). Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr im Verwaltungshaushalt einer Steigerung um 4,8 Prozent und einer Verringerung im Vermögenshaushalt um 15,5 Prozent. Der Verwaltungshaushalt weist den – gesetzlich vorgeschriebenen - Zuführungsbetrag in den Vermögenshaushalt in Höhe von 255.835 Euro auf. Die Ausgaben im Vermögenshaushalt werden durch die Kreditaufnahme von 700.000 Euro, mit dem schon erwähnten Rückgriff von knapp einer Million auf das erhaltene Erbe und mit den erwarteten 700.000 Euro bei Grundstücksverkäufen finanziert.

Hallenneubau am Puschendorfer Bauhof ist der größte Posten

 

Die größten Posten im Vermögenshaushalt umfassen erste 480.000 Euro für den Hallenneubau am Bauhof, 315.000 Euro für die Kamerabefahrung und hydraulischen Prüfungen der Abwasserkanäle sowie einem Sanierungskonzept für die Wasserversorgung und 190.000 Euro für die erste Rate für den Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeugs. 70.000 Euro sind für eine neue Steuerungsanlage für Heizung und Lüftung sowie der Sanierung der Duschen in der Eichwaldhalle geplant. Die Anschaffung eines Notstromaggregats in der Kläranlage macht Ausgaben von 55.00 Euro erforderlich. Geplante und im vergangenen Jahr noch nicht umgesetzte Pflasterarbeiten am Friedhof summieren sich auf 30.000 Euro. Für den Umbau des ehemaligen Sparkassenraums im Rathaus sind ebenfalls 30.000 Euro eingeplant.

 

Bild zur Meldung: Eigentlich sollte auf diesem Grundstück an der Fürther Straße ein Therapiezentrum entstehen. Jetzt bietet die Gemeinde es zum Verkauf an. Im Haushalt 2025 ist die Einnahme fest eingeplant.