Jakob-Ralf
 
Bannerbild
Bannerbild
Bannerbild
Bannerbild
Bannerbild
Bannerbild
Mohnblumen
Bannerbild
Bannerbild
Bannerbild
Bannerbild
Bannerbild
Bannerbild
Mohnfeld
Bannerbild
Bannerbild
Bannerbild

& Dorfschreiber

  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

100 Jahre LKG: Feier in Puschendorf

02.​05.​2025

JUBILÄUMSFEST - In der Konferenzhalle der Diakonie-Gemeinschaft gibt es ein buntes Programm für Jung und Alt.

 

„100 Jahre hat Gott uns geführt und wir sind froh und vertrauen darauf, dass er das weiter tut. “ In dieser Zuversicht feiert der Landeskirchliche Gemeinschaftsverband Bayern e.V. (LKG) am 4. Mai ab 10 Uhr in der Konferenzhalle der Diakonie-Gemeinschaft sein 100-jähriges Bestehen mit dem Gemeinschaftsfest unter dem neuen Namen „Connect“, zu deutsch: verbinden.

 

Das Verbinden von bibelbegeisterten und überzeugten Christen, die Förderung missionarischer und diakonischer Arbeit und das Bereitstellen einer geistlichen Heimat für Menschen aller Altersgruppen war von Beginn an das Ziel aller Gemeinschaften in den drei selbstständigen Gemeinschaftskreisen Hof, Nürnberg und Ansbach, die sich am 5. April 1925 zu einem gemeinsamen Verband zusammengeschlossen haben. 

 

Ursprünglich entstanden die Landeskirchlichen Gemeinschaften an vielen Orten als Ergänzung zur Arbeit der evangelisch-lutherischen Landeskirche. Man wollte innerhalb der Kirche stärker auf intensives Bibelstudium und christliche Lehre setzen – etwa durch Bibelstunden im kleinen Kreis. Da hierfür oft die personellen Kapazitäten in den Kirchengemeinden fehlten, gründeten sich Landeskirchliche Gemeinschaften mit eigenen Versammlungsräumen. Sie stellten – durch Spenden finanziert – Prediger an, die diese Aufgabe übernahmen. Neben den Bibelstunden entwickelte sich rasch auch eine Jugendarbeit. Mit dem cjb (Christlicher Jugendbund) entstand ein Jahr später, im Jahr 1926, ein eigener Jugendverband.

 

Schon bald nach dem Kriegsende standen die Bibelstunden genauso wie die großen gemeinschaftlichen Zusammenkünfte, die von den Nationalsozialisten jahrelang behindert und letztendlich sogar verboten worden waren, wieder hoch im Kurs. Anfänglich hießen diese „Himmelfahrtskonferenz“, die später von der „Landeskonferenz“ abgelöst wurde und bis vor zwei Jahre traditionell im April in Puschendorf abgehalten worden war. Der Neubau einer großen Konferenzhalle 1968 mit einer Kapazität von bis zu tausend Personen direkt neben dem Mutterhaus der Puschendorfer Diakonissen machte das möglich. 

 

Gemeinschaft erleben, das kann man auch seit vielen Jahrzehnten auf gemeinsamen Reisen, hier in Deutschland, zunehmend aber auch in der ganzen Welt. Dafür wurde eigens ein Christlicher Freizeit- und Reisedienst (cfr) gegründet. 

 

Die Form der Zusammenkünfte hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Aus den traditionellen Gemeinschaftsstunden wurden Gottesdienste. Statt Lieder aus dem 19. oder frühen 20. Jahrhundert, begleitet von Harmonium oder Posaunenchor, prägen heute moderne Lobpreislieder (Worship-Musik) das Bild. 

 

Das wird auch am Gemeinschaftsfest Connect so sein. Moderne Musik, Ansprachen von Steffen Kern, Präses des Gnadauer Verbandes, und vom Erlebnispädagogen Tobias Kley werden die erwachsenen Besucher bereichern; der Fürther Zauberkünstler Jo Mayr und der Musikkabarettist Fabian Vogt die Jugend begeistern. Legobausteine und Hüpfburg locken die Kleinsten.

 

Die Landeskirchliche Gemeinschaft ist heute eine freie Gemeindeform innerhalb der Evangelischen Kirche – mit bewusst modernen Gottesdiensten, lebensnaher Verkündigung und einer starken Gemeinschaftskultur, sagt Roland Sauerbrey, der Regionalleiter für Oberfranken, zusammenfassend.  In 25 Gemeinschaftsbezirken in ganz Bayern zählt der Landeskirchliche Gemeinschaftsverband derzeit etwa 6.000 Mitglieder aller Altersgruppen.

 

Bild zur Meldung: Mitreißende Lobpreislieder, präsentiert von einer Live-Band: Dahin geht der Trend bei den Versammlungen des Landeskirchlichen Gemeinschaftsverbandes Bayern - wie hier bei einem Pfingsttreffen in Puschendorf.