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& Dorfschreiber

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Erika Hütten gegen Alexander Dörr: Wie knapp wird es in Puschendorf im Duell ums Rathaus?

19.​02.​2026

Bürgermeisterin Erika Hütten wurde auch in diesem Jahr auf einer Nominierungsversammlung von Puschendorfer Bürgern ins Rennen geschickt. Auf ihren Wahlplakaten stellt sie die Attribute „Erfahren – Bürgernah – Sachkundig“ in den Vordergrund. Mit 67 Jahren wäre die studierte Politikwissenschaftlerin im Falle einer Wiederwahl vermutlich das älteste Gemeindeoberhaupt im gesamten Landkreis.

 

Puschendorfs Bürgermeisterin Erika Hütten zeigte Präsenz bei Veranstaltungen und Festen

 

Bürgernähe zeigte sie in den vergangenen Monaten mit ihrer Präsenz auf nahezu allen Versammlungen und Festivitäten im gesamten Ort. Sie möchte ihre in den vergangenen sechs Jahren auf vielfältigen Gebieten erworbene Sachkenntnis auch in der kommenden Wahlperiode einsetzen für eine „konsequente Fortführung einer umfassend nachhaltigen Politik für Puschendorf“. Ihr konkretes Wahlprogramm hat sie bislang aber weder bei einer Wahlveranstaltung noch auf entsprechenden Flyern in die Hausbriefkästen den Bürgern und Bürgerinnen nähergebracht.

 

Auf der vom Bund Naturschutz organisierten Podiumsdiskussion mit den beiden Kandidaten am 26. Februar in der Eichwaldhalle bietet sich dafür eine gute Gelegenheit. Der Redaktion liegt jedoch ein vierseitiges Schreiben der Bürgermeisterin vor, in dem sie mit insgesamt 29 Punkten ihre Vorhaben für die kommenden sechs Jahre auflistet. Eine „solide Finanzpolitik“ stehe bei all ihren Projekten an allererster Stelle, schreibt sie. Ins Geld gehen dürften die geplante Ertüchtigung der „Wasserversorgungs- sowie Abwasserentsorgungssysteme“, die umfassende energetische Sanierung der Eichwaldhalle und möglicherweise auch der notwendige Neubau des Kindergartens „Grünschnabel“. Der Schlusssatz von Hüttens Ausführungen lautet: „Ich werde auch in Zukunft für eine transparente und bürgernahe Amtsführung als Bürgermeisterin stehen.“

 

 Erika Hütten Bildrechte: privat

 

Ihr Konkurrent, der 55-jährige Sparkassen-Betriebswirt Alexander Dörr, bezweifelt genau dies. „Die letzten sechs Jahre waren geprägt von personellen Fluktuationen im Rathaus und einer Reihe von unabgestimmten Geldausgaben“, sagt er. Nicht nur einmal wären die Gemeinderäte in die Entscheidungsprozesse nicht ausreichend einbezogen oder höchst unzureichend informiert worden. Dörr wirft seine jahrzehntelange Berufserfahrung und sein vielfaches Engagement in Puschendorfs Vereins- und Dorfleben (Posaunenchor, Feuerwehr, Sportverein) in die Waagschale.

Er sei belastbarer, hätte eine bessere Auffassungsgabe und begegne Menschen auf Augenhöhe. Seine aktuelle Tätigkeit im „Bereich von Firmenkunden und Kommunalkunden“ bei der Sparkasse habe ihn für Gesprächsführung, Verhandlung und Moderation fit gemacht. „Eine gute Organisation und Planung von Terminen..., das ist mein tägliches Brot“, schreibt er. Auch bei ihm stehen die „Finanzen“ und eine solide Haushaltsführung an erster Stelle.

 

 
Alexander Dörr Bildrechte: Freie Wähler

 

Alexander Dörr will in Puschendorf auf „kooperative Zusammenarbeit“ setzen
 

Er setzt auf „kooperative Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen mit dem Gemeinderat als höchstes Gremium im Dorf“ und möchte das Wissen und die Fähigkeiten sowie die Verbindungen der gewählten Vertreter „anzapfen“. Am 8. März werden die 1838 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger Puschendorfs entscheiden, wer ab Mai die Herausforderungen der nächsten sechs Jahre vom Bürgermeistersessel im Rathaus aus angehen darf.

 

Bild zur Meldung: Das Rathaus von Puschendorf erhielt gerade einen neuen Anstrich, weil die Sparkasse das Gebäude komplett geräumt hat. Wer wird im Mai ins Bürgermeisterzimmer (oben links mit weißem Fensterrahmen) einziehen? Amtsinhaberin Hütten oder Herausforderer Alexander Dörr?