So sieht Leonhard Eders Erfolgsbilanz nach 24 Jahren als Bürgermeister in Tuchenbach aus
Tuchenbach - Fragen gab es keine, dafür jede Menge Zahlen: Der scheidende Rathauschef Leonard Eder zog eine Bilanz seiner 24-jährigen Amtszeit und gab eine Mahnung mit auf den Weg.
Die letzte Bürgerversammlung nach 24-jähriger Amtszeit bewältigte Bürgermeister Leonard Eder ganz routiniert, fast emotionslos. Der Bürgersaal war mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern sehr gut gefüllt. Zu den vorhandenen 100 Stühlen mussten noch weitere hinzugestellt werden. Fast der komplette Gemeinderat saß neben dem langjährigen Gemeindeoberhaupt an der Stirnseite des Saals. Der Sportverein servierte für alle „zur Feier des Tages“ kostenfrei kalte Getränke.
Da die Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte und die Verabschiedung des Bürgermeisters an zwei getrennten Veranstaltungen wenige Tage später zusätzlich stattfinden sollten, standen diesmal die Jahresabrechnung für 2025 und die Bilanz über die vergangenen vier Wahlperioden im Mittelpunkt des Abends. Eder verlas ausführlich die Zahlen des vergangenen Jahres mit Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde und erhielt keinerlei Nachfragen oder Kommentare durch die Versammlung.
Leonhard Eders Bilanz in Tuchenbach: viele Arbeitsplätze und neue Straßen
Einen „kleinen Rückblick auf die Investitionen der vergangenen 24 Jahre“ war anschließend angesagt. Gab es im Jahr 2004 gerade mal 19 Kinder in den Kindertagesstätten, so besuchen jetzt 46 Mädchen und Buben allein den Kindergarten. Von anfangs 130 Arbeitsplätzen im Ort ist die Zahl nun bei 250 angekommen, verkündete Eder nicht ganz ohne Stolz. In seine Amtszeit fallen die Ausweisungen von insgesamt 103 Bauplätzen auf drei verschiedenen Baugebieten, der Radwegebau und die Straßenerneuerung nach Obermichelbach (2004), nach Retzelfembach (2010) und nach Burgstall (2012).
2005 wurden Kanal, Straßen und Gehwege im alten Ortskern saniert und erneuert. Als große Investition bezeichnete Eder die Erneuerung der Kläranlage und die Installation eines Glasfasernetzes im gesamten Ort im Jahr 2020. Die Renovierung des Bürgerhauses 2010 und die Rathaussanierung zwei Jahre später erforderten Investitionen von 420.000 Euro. „Ich kann sagen: In den 24 Jahren wurde viel bewegt“ – damit beendete der Bürgermeister seine Ausführungen. „Ich glaube, Tuchenbach steht nicht schlecht da!“
Die Pro-Kopf-Verschuldung bewege sich mit 361 Euro auf einem ziemlich niedrigen Niveau, verglichen mit anderen Orten im Landkreis. Die meisten Beschlüsse im Gemeinderat seien in all den Jahren fast immer einstimmig erfolgt. Deshalb galt am Ende der aufrichtige Dank des Bürgermeisters allen Gemeinderäten in den vergangenen 24 Jahren für ihre vertrauensvolle Mitarbeit und Unterstützung. Stehen bleiben könne man jetzt aber keineswegs, denn es würden demnächst wiederum große Investitionen, etwa in die Modernisierung des Bürgerhauses, anstehen. Mit viel Applaus punktgenau im Ziel gelandet, könnte man sagen.
Bild zur Meldung: Bürgermeister Leonard Eder (Mitte), umrahmt von den beiden Bewerbern aus dem Gemeinderat um seine Nachfolge, dem künftigen neuen Rathauschef Thomas Ziegler und Michaela Schmidt.






