Reise belebt Austausch neu
FREUNDESKREIS - Eine Gruppe aus Puschendorf hat die italienische Partnergemeinde besucht. Auch viele Jüngere waren dabei.
„Ich bin sehr positiv überrascht von unserer Reise in die Partnergemeinde Castelnuovo Berardenga und glücklich über die aktuelle Entwicklung“, sagt Monika Hampel. Die langjährige Vorsitzende des Deutsch-Italienischen Freundeskreises wurde erst vor wenigen Tagen von Landrat Bernd Obst mit der „Ehrennadel in Silber“ für ihr mehr als 30-jähriges Engagement in der Partnerschaftsarbeit ausgezeichnet. Sie selbst bezeichnet die Gegend im Gebiet des Chiantiweins als ihre „zweite Heimat“, so oft war sie schon dort.
Die Kontakte zu der toskanischen Gemeinde waren in den vergangenen Jahren, vor allem bedingt durch die Restriktionen während der Corona-Pandemie und die ausbleibende staatliche Unterstützung durch Rom, doch ziemlich eingeschlafen gewesen, bekennt sie. Jetzt konnte eine Reisegruppe aus Puschendorf endlich wieder das typische italienische „Dolce Vita“ genießen, das nach Aussage der Reiseführerin im nahen Siena seinen Ursprung genommen hatte: zu bestaunen an den Wandmalereien im mittelalterlichen alten Rathaus von Siena.
Junge Generation setzt den Austausch fort
Glücklich zeigt sich Hampel über die Tatsache, dass „die junge Generation nun das fortsetzt, was die ältere Generation einst begonnen hat“. Allein acht Personen aus der 20-köpfigen Reisegruppe waren 30 Jahre und jünger und fühlten sich sichtlich wohl im Austausch mit Gleichaltrigen aus Italien.
Ganz entscheidend außerdem: David Sämann, stellvertretender Vereinsvorsitzender, hat nach Einschätzung aller Mitreisenden seine „Feuertaufe“ als Reiseleiter und Repräsentant „bravourös“ gemeistert.
Der 30-Jährige, der schon als Kind mit seinen Eltern vielmals bei den Italienreisen dabei war, bringt als langgedienter Puschendorfer Ortsbursche viele weitere Fähigkeiten für diese Aufgabe mit. Er kann organisieren, vor Publikum sprechen, Bierfässer tragen und anzapfen und macht eine gute Figur bei der Übergabe von Komplimenten und Gastgeschenken. Zu einer Holzskulptur mit Eichenblättern und Zypressenzweigen, Symbole für die beiden Partner und geschaffen von Bildhauer Guido Häfner aus Schlaifhausen, kamen diesmal ein Korb mit Produkten aus der heimischen Metzgerei sowie Fässer mit Bier und Flaschen mit Frankenwein.
Bürgermeister verspricht weiteren Ausbau
Fabrizio Nepi, Bürgermeister der knapp 9000 Einwohner umfassenden Gemeinde, erinnerte an seinen eigenen ersten Besuch in Puschendorf als 16-Jähriger und versprach, die gegenseitigen Beziehungen wieder auszubauen. Eine gute Gelegenheit dafür wäre im kommenden Jahr die 30-Jahr-Feier des Deutsch-Italienischen Freundeskreises, der 1997 zur organisatorischen und personellen „Unterfütterung“ der Partnerschaftsbeziehung gegründet worden war.
Bild zur Meldung: Fast 1000 Kilometer sind es bis in die Puschendorfer Partnergemeinde in der Toskana. Monika Hampel (rechts) und eine interessierte Reisegruppe waren nach längerer Pause wieder einmal dort.
Fotoserien
Besuch in der Partnergemeinde Castelnuovo Berardenga (03.05.2026)
Nach längerer Pause konnten 20 Personen aus Puschendorf wieder zu einem offiziellen Besuch der italienischen Partnergemeinde in die Toskana fahren. Gemeinsames Essen und Feiern, Austausch von Geschenken sowie die Besichtigung einer alten Villa und der nahen Stadt Siena standen auf dem Besuchsprogramm.






