Das 100-jährige Bestehen der Diakonie-Gemeinschaft wurde mit einem großen, bunten Fest gefeiert. Etwa 500 Freunde und Anhänger der Schwesternschaft waren aus ganz Nordbayern nach Puschendorf gekommen, um in der Konferenzhalle und auf dem Freigelände davor dieses besondere Jubiläum gebührend und in vielfältiger Form zu würdigen und zu feiern. Schon am Vorabend konnten beim gemeinsamen Picknick auf der Wiese und beim abendlichen Musikprogramm mit Vorführungen auf der „Open Stage“ viele Erinnerungen ausgetauscht und neue Begegnungen ermöglicht werden.
Der eigentliche Festtag startete mit Mr. Joy, einem Illusionisten, Zauberer und Jongleur aus dem Schwarzwald. Ihm gelang es spielend, Jung und Alt in seinen Bann zu ziehen und seine Kunststücke und Tricks mit biblischen Botschaften zu verknüpfen. Ähnlich wie eine Glühbirne brauchen auch die Christen „Energie von außen, um innerlich leuchten zu können“, sagte er.
Der Hauptredner des Jubelfestes, Jürgen Schmidt aus Marburg, spann diesen Gedanken weiter. Es sei allein „die Verbindung zu Jesus Christus, die es den Menschen ermöglicht, vielfältige Frucht zu bringen“. Die Welt verändere sich nur durch veränderte Menschen, davon ist der Präsident des evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes überzeugt. Allerdings bedeute „bei Jesus zu bleiben“ nicht, „dass alles so bleibt, wie es immer war“, sagte Schmidt. Das fortwährende Eingreifen Gottes sei notwendig, damit „Neues entstehen kann“.
Hilfe für Rumänien wird künftig anders organisiert
Genau dies wurde bei den Auftritten der aus dem fernen Rumänien angereisten Ehrengäste deutlich. Stellvertretend für viele tausend Empfänger von Hilfssendungen bedankte sich Csaba Kabai für die mehr als 30 Jahre andauernde verlässliche Unterstützung von Brüdergemeinschaften in dem südosteuropäischen Land mit Nahrung, Kleidung, Mobiliar und Tausenden von Weihnachtspäckchen für Kinder. „Ihr habt dabei keine Unterschiede zwischen den Menschen gemacht, sondern alle mit Liebe, Respekt und Fürsorge behandelt“, sagte er. In einer Gesprächsrunde am Nachmittag wurde klar, dass die tonnenweise Lieferung von Kleidung und Hilfsgütern zukünftig nicht mehr nötig sein wird. Die Diakonie-Gemeinschaft wird die Versendung von Weihnachtspäckchen nun einstellen und auf reine Geldspenden umsteigen, hieß es da.
Wie über Jahrzehnte gewohnt, gab es diesmal wieder den „Jahresfesteintopf für alle“ – inzwischen auch mit einer vegetarischen Variante – und mitreißende Musik von einem großen Posaunenchor, der zur Feier des Jubiläumsfestes ein Zusatz-Platzkonzert in der Mittagspause zum Besten gab.
Für den Nachwuchs gab es Extra-Kinderprogramm, eine Hüpfburg und zur Unterstützung des „Crossing-Teams“, dem bewährten Freiwilligenprogramm der Diakonie-Gemeinschaft, einen Sponsorenlauf.