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Ausstellung, Musik, Lesungen: So waren die Puschendorfer Kulturtage

29.​10.​2024

Von der Kunstausstellung bis zur Musik: Die Kulturtage in Puschendorf haben viele Besucher angezogen. Sie konnten die Werke von Künstlerinnen und Künstlern kennenlernen, die quasi ums Eck wohnen.

 

Dass die Welt größer, bunter und spannender wird, wenn man über den eigenen Tellerrand hinausschaut, konnten Hunderte von Besuchern bei den Puschendorfer Kulturtagen mit einer Kunstausstellung in der Eichwaldhalle erfahren. Nach vielen Jahren Pause hatten Bürgermeisterin Erika Hütten und ein vielköpfiges Team aus der Verwaltung die Idee einer Austellung ausschließlich mit heimischen Künstlern wieder aufgegriffen.

 

Die darstellende Kunst wurde jetzt mit den Werken von schreibenden und musizierenden Künstlern ergänzt. Herausgekommen ist ein wahres "Potpourri" unterschiedlicher Stilrichtungen, wie es die Bürgermeisterin bei der Eröffnung der zweitägigen Kulturveranstaltung betonte. "Alles zusammen in einem Topf, dann schmeckt es wunderbar", sagte sie.

Kulturtage in Puschendorf: Verschiedene Künstler und Stilrichtungen

 

Unter dem Motto "Sehen, Hören, Genießen, Erleben" wurde den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm geboten, das von Kunstausstellungen über Lesungen bis hin zu musikalischen Darbietungen reichte. Am Samstagabend lud der "Deutsch-Italienische Freundeskreis" zu einem kulinarischen Buffet mit selbstimportierten Salami- und Schinken-variationen sowie Fasswein aus der Partnergemeinde Castelnuovo Berardenga in der Toskana; am Sonntag öffnete das Kultur-Café mit Kaffee und Kuchen.

 

Die Ausstellung umfasste Gemälde unterschiedlicher Stilrichtungen und Maltechniken, Skulpturen, Fotografien sowie handwerkliche Arbeiten, wie Holz-, Drechsel- und Patchwork-Arbeiten, von 20 unterschiedlichen Künstlern. Unter den Ausstellenden waren überregional bekannte Künstler wie Achim Schaub oder Walburga Fischer-Popp, aber auch viele Hobbykünstler, die zum Teil erstmals ihre Werke zeigten. Fischer-Popp ist bekannt für ihre Collagen, bei denen sie Textiles und Gesammeltes, wie zum Beispiel Abfallmaterialien, mit Elementen der Malerei, der Drucktechnik, der Fotografie und der Zeichnung verbindet.

 

Mit seinen gezeichneten und gemalten Karikaturen war Richard Mährlein bereits mehrmals auf den Kulturseiten der Fürther Nachrichten vertreten. Er liebt es, mit einfachen Mitteln und Worten von ihm beobachteten Missstände und Fehlentwicklungen in Politik und Gesellschaft aufzugreifen und anzuprangern. Genauso versteht er es, seiner Meinung mit großformatigen Bildern und Holzinstallationen einen optischen Ausdruck zu verleihen.

Wie Papier, das Gefahr läuft, geschreddert zu werden

 

Erstaunliche Einsichten in die Welt der Tiere, von Insekten und Blumen am Wegesrand vermittelten die gestochen scharfen Naturaufnahmen von Matthias Geithner und Bernd Wranik. Politische Botschaften möchten auch Ulrike Schneider mit – auf den ersten Blick - simplen Installationen und Bertram Schacher mit seinen Holzskulpturen vermitteln. Für Schneider ist das Menschenrecht "Die Würde des Menschen ist unantastbar" nicht etwa in Stein gemeißelt oder in Erz gegossen, sondern es ähnelt eher einem sehr großen Blatt Papier, das Gefahr läuft, schnell mal geschreddert zu werden.

 

Schneiders Installation zu den bis heute in Afrika üblichen Beschneidungsritualen von Frauen mag auf ähnliche Weise aufrütteln wie Schachers Holzskulpturen. Auf seinen zahlreichen privaten Reisen durch den afrikanischen Kontinent ist er auf die Themen so mancher Skulptur und auch auf die Grundidee seines Buches "Die Farbe Rot" gestoßen, das er beim "Bunten Abend" am Samstag vorstellte. Wieso gibt es so viel Hass auf der Welt, wenn gleichzeitig die Liebe bei uns den höchsten Stellenwert genießt?

 

Die beiden zentralen Kulturveranstaltungen am Samstagabend und Sonntagnachmittag, moderiert von Bürgermeisterin Hütten, boten ein Forum für die "anderen" künstlerischen Talente und Begabungen im Ort. Da kamen der Männer-gesangverein "Sängerfreunde" und die Volkstanzgruppe Puschendorf-Kirchfembach genauso auf die Bühne wie Musikanten mit Flöte, Akkordeon, Dudelsack oder Drehleier. Albert Trommer erinnerte mit seinen "Dialekt-Gschichtli" an frühere Zeiten und Lebensumstände. 

 

"Ich habe gar nicht gewusst, dass wir so viele begnadete Künstler hier in Puschendorf haben", konnte man vielfach beim Rundgang im Saal vernehmen.

 

Bild zur Meldung: "Sehen, Hören, Genießen, Erleben" war das Motto: Viele Besucher ließen sich gerne auf das Kunsterlebnis ein.

Fotoserien


Puschendorfer Kulturtage mit Kunstausstellung (27.​10.​2024)

Unter dem Motto "Sehen, Hören, Genießen, Erleben" fanden die Puschendorfer Kulturtage mit Kunstaustellung und unter Mitwirkung ortsansässiger Künstler, Buchautoren und Musikerinnen statt. Als sportliches Highlight die Smovey-Gruppe des Seniorenrats, die sich regelmäßig am Fretagvormittag trifft.

Urheberrecht:
Alle Fotos Ralf Jakob. Fotos dürfen ausschließlich für den privaten Gebrauch genutzt werden. Eine Veröffentlichung - auch in sozialen Medien - bedarf der Genehmigung durch den Autor.